Die Burgsanierung ist in vollem Gange. Dies zeigt einmal mehr, mit welch großem ehrenamtlichen Engagement im Vorstand des Justinus-Kerner- und Frauenvereins gearbeitet wird.

Diese Arbeit wird von uns nicht nur gewürdigt, sondern auch im Rahmen der Möglichkeiten von uns unterstützt. So setzen wir Freien Wähler uns immer wieder dafür ein, daß auch Mittel aus dem Haushalt der Stadt Weinsberg für Maßnahmen auf der Burg und im Kernerhaus zur Verfügung stehen.

Lesen Sie zu den momentan auf der Weibertreu stattfindenden Maßnahmen der Bericht aus der Heilbronner Stimme vom 6.10.2017:

 

WEINSBERG Die östliche Ringmauer der Burgruine Weibertreu bot zuletzt einen beklagenswerten Anblick. Immer wieder bröselte Sandmaterial von dem Naturstein auf die Stufen am Eingang. Die Ursache war ein erhöhter Salzgehalt im Stein, der die Steinoberfläche weich werden ließ. „Es war Handlungsbedarf da, um die Sicherheit zu gewährleisten und um größere Schäden zu vermeiden“, sagt der Vorsitzende des Justinus-Kerner-Vereins Weinsberg, Matthias Klatte.

Stein aus Stallungen Ab dem Jahr 2012 beantragte der Verein Mittel für eine aufwendige Sanierung. Über ein Jahr lang gehörte ein Baugerüst zum Anblick des Wahrzeichens, das die Burgmauer sicherte. Im Sommer konnte mit der Entsalzung des Mauerwerks nach Vorgabe des Landesdenkmalamtes begonnen werden. Doch wie kommt das zerstörerische Salz in das Gemäuer? „Die Salzart weist darauf hin, dass das Material aus ehemaligen Stallungen stammt“, berichtet Baufachmann Joachim Kruck.

Drei Bauabschnitte gilt es zu berücksichtigen. Im ersten Bauabschnitt, der nun beendet ist, wurde loses Material abgetragen, die Steine wurden gereinigt, und schließlich wurde großflächig ein sogenannter Opferputz aufgetragen. Dieser hat mit gängigem Putz an einer Hauswand wenig gemein. Im Gegenteil, er soll gar nicht an Ort und Stelle bleiben, sondern mit der Zeit abfallen. „Der Putz wirkt wie eine durchlässige Maske, die das Salz nach außen zieht“, sagt Ingenieur Joachim Kruck. Der Putz bröckelt nach und nach durch das frei werdende Salz und fällt ab. Ein Schutznetz aus Maschendraht verhindert, dass der abfallende Opferputz den Burgeingang behindert.

Etwa ein Jahr werde man diesen Vorgang beobachten müssen, dann erfolgt in weiteren zwei Zyklen noch einmal die Entsalzung, sagt der Fachmann. Der Opferputz werde jeweils vollständig ausgetauscht. „Wir werden sehen, ob wir Erfolg mit der Entsalzung haben“, meint Joachim Kruck, ebenfalls Ausschussmitglied im Verein. Die Bauschnitte werden wissenschaftlich begleitet.

Nach der Entsalzung soll Kieselsäure-Ester das Mauerwerk festigen. Die Gesamtmaßnahme könne etwa im Frühjahr 2021 abgeschlossen sein. Die Erhaltung der historischen östlichen Ringmauer hat ihren Preis. Für die Maßnahme sind bislang rund 345 000 Euro veranschlagt. Sie wird zu insgesamt 90 Prozent vom Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesrepublik, vom Land Baden-Württemberg und von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg finanziert. 35 000 Euro muss der Justinus-Kerner-Verein aufbringen. Die Maßnahmen gehen weiter. „Die äußere Ringmauer muss in ihrem weiteren Verlauf entlang des Fahrweges zur Burg ebenfalls angemessen saniert werden“, berichtet Matthias Klatte.

Zum Erhalt verpflichtet Es sei nicht erwiesen, ob das Mauerwerk teilweise von Stallungen aus dem Mittelalter stamme oder ob es bei dem von Justinus-Kerner eingeleiteten Wiederaufbau im 19. Jahrhundert verwendet wurde. Doch egal, wie es ist: „Die Burgmauer ist auf jeden Fall ein Zeitzeuge und nach den Aussagen des Denkmalamtes erhaltenswert.“ Zum Erhalt sei der Verein als Besitzer der Burg verpflichtet.

„Im Fokus steht derzeit auch die Burgmauer entlang der Heilbronner Straße. Die Probleme sind ähnlich gelagert wie bei der äußeren östlichen Ringmauer“, teilt der Vereinsvorsitzende mit. Auch hier gebe es punktuell Absandungen und Abplatzungen am Stein. Die Renovierung kostet 20 000 Euro.

 


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